Langstreckentest der Kaderruderer in Dortmund 2002

Viel Erholung ist den Ratzeburger WM-Startern Jörg Lehnigk und Nils Budde nicht geblieben. Bereits acht Wochen nach den Welttitelkämpfen baten die Bundestrainer ihre Kaderathleten zum Leistungsrapport auf den Dortmund-Ems-Kanal über die 6-Kilometer-Langstrecke.
Und die beiden Leichtgewichte aus dem Nationaldoppelvierer präsentierten sich in einer mehr als ordentlichen Verfassung. Der 22jährige Lehramtsstudent Lehnigk skullte auf der dreifachen Olympiadistanz im Einer auf einen guten vierten Rang. Für den Nations-Cup-Achten diesen Jahres, Nils Budde, reichte es nach acht Wochen Grundausbildung immerhin noch zu Platz elf, was immerhin noch die dritte Position der U23-Starter bedeutete. „Man kann jetzt von dieser einen Langstrecke nicht wirklich auf irgendwelche Trends in der Leistungsentwicklung schließen, aber es ist auch gut zu sehen, dass wir an den anderen dran sind und mit dieser Physis im Winter weiterarbeiten können“, äußerte sich der 21jährige Sportfördersoldat Nils Budde recht zufrieden gegenüber den LN. Als dritte ruderte Leichtgewichtsfrau Frauke König unter der RRC-Flagge im Ruhrgebiet und sammelte erste Erfahrungen bei den Seniorinnen. RRC-Weltmeister Marco Geisler musste bei der Kaderüberprüfung ebenso passen, wie die Ratzeburger Vierer-Weltmeisterin Marita Scholz. Geisler konzentriert sich in diesem Quartal sehr auf seine Ausbildung beim BGS, während Marita Scholz sich nach einer Innenmeniskusverletzung auf eine Operation vorbereitet. Der deutsche U23-Meister Florian Mennigen aus Mustin setzte aus Studiengründen bei der Leistungsüberprüfung aus. Nun geht es für die Leistungsruderer in eine lange Winterphase mit viel physischem Training, insbesondere auf dem Ruderergometer. Auf dem Wasser gerudert, wird zwar solange der See nicht zufriert, aber die nächste Regatta im Boot findet erst wieder im April 2003 statt.

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