RRC-Recken im Kroatien

Um dem drohenden Eisgang der lauenburgischen Gewässer zu entfliehen, wichen die Ratzeburger Spitzenruderer jetzt auf die wärmere Adria aus. In einer kleinen Bucht bei Sibenick stärkten die RRC-Ruderer Nils Budde, Florian Menningen, Martin Lange und Jörg Lehnigk in bis zu drei Trainingseinheiten ihre Kondition. 11 Tage lang wurde unter Leitung von Bundestrainer Lothar Trawiel Kilometer um Kilometer gerudert. Zweimal am Tag Wasserarbeit im Boot und einmal zusätzlich Funktionsgymnastik.
U23-Weltmeister Jörg Lehnigk auf die Frage welches Saisonziel der 22jährige Leichtgewichtsathlet angepeilt hat: „Meine Motivation und Saisonziel ist in dieser Saison der olympische Doppelzweier der Leichtgewichte. Im Zweier bin ich in der U23-Klasse schon sehr gut zurecht gekommen und möchte jetzt auch bei den A-Senioren versuchen anzugreifen. Daß diese Bootsklasse in Athen 2004 olympischer Wettbewerb ist, kommt natürlich noch erschwerend hinzu“, erzählt der Lehramtsstudent für Biologie und Sport lächelnd. „Ich trainiere zwar beim RC Allemania auf der Hamburger Alster, werde aber weiterhin für meinen „Club“ in Ratzeburg starten. Mit dem Berliner Manuel Brehmer läuft es schon sehr gut, aber einen endgültigen Zweierpartner werde ich wohl erst nach dem DRV-Frühtest im April sicher nennen können.“
Davor geht es im März noch einmal ins Trainingslager im italienischen Sabaudia, wo sich die „Leichten“, die zur Regatta nur 70kg im Durchschnitt auf die Waage bringen dürfen, den letzten Schliff holen werden. Daß Jörg Lehnigk von der C-Kader-Sporthilfe nicht einmal seine Miete bezahlen kann, unterstreicht den idealistischen Aspekt der Sportart Rudern. Aber in weiter Ferne lockt die Möglichkeit als Olympionike 2004 den Deutschen Ruderverband zu vertreten. Und nach seinem Gastspiel als Ersatzmann in Sydney möchte der angehende Lehrer Lehnigk auch einmal selbst in den Kampf um olympische Medaillen eingreifen.

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