Studentenweltmeisterschaften Nottingham 2002

Mit einer Bronzemedaille kehrte der 26jährige Ratzeburger Ruderer Arne Simann jetzt von den Weltmeisterschaften der Universitäten in Nottingham zurück. Mit dem deutschen Auswahlachter durfte der Student der Medizinischen Hochschule Hannover im Großen Finale hinter den Crews aus Canada und den Niederlanden über die Bronzemedaille jubeln.
Bei leichtem Gegenwind hatte sich das deutsche Boot als Vorlaufsieger auf der 2000-Meter-Regattabahn ebenso souverän direkt für das Finale qualifiziert, wie die als Favoriten gehandelten Canadier. Alle anderen Nationen mussten sich die verbleibenden vier Final-Plätze in den Hoffnungsläufen erkämpfen und am Ende standen Polen, Italien, Gastgeber Großbritannien und die Niederlande als direkte Konkurrenten fest. Da die Königsbootklasse, der Männer-Achter, traditionell als letztes Rennen und Höhepunkt bei internationalen Regatten ausgefahren wird, konnten sich die deutschen Achterruderer mit Arne Simann im Mittelschiff zunächst die beachtlichen Erfolge der anderen deutschen Boote ansehen, bevor sie schließlich selbst an der Ampelstartanlage anlegten. Bei dann starkem Seitenwind gelang ein fulminanter Start, der das deutsche Großboot auf den ersten 500 Metern zeitweise sogar in Führung brachte. Noch vor der 700-Meter-Marke schalteten dann die nordamerikanischen Ahorn-Ruderer in rot-weiß einen Gang hoch und setzten sich mit einer Bootslänge erwartungsgemäß vom restlichen Feld ab.
Das deutsche Boot kämpfte mit den Titelverteidigern und erbitterten Konkurrenten aus den Niederlanden um die Silberposition und unterlag in einem spannenden Endspurt leider mit einer halben Sekunde nach Foto-Finish hinter dem „Oranje-Team“. „Nach einer kurzen Enttäuschungsphase direkt nach dem Zielfotoentscheid, war die Freude im Boot dann doch riesig, denn schließlich ist eine Bronzemedaille auch ein ordentlicher Grund zum Jubeln. Auch die gesamte Veranstaltung mit Eröffnungsfeier, gemeinsames Wohnen aller 23 Nationen auf dem typisch britischen Uni-Campus und dem Kennenlernen der vielen anderen internationalen Ruderinnen und Ruderer war schon sehr beeindruckend. Letztendlich sind wir in zwei Jahren noch startberechtigt und haben zumindest einmal angedacht uns dann vielleicht noch einmal zusammenzusetzen. Wir sind außerdem froh so starke Nationen wie Australien, Frankreich, Kroatien und die starken Gastgeber selbst hinter uns gelassen zu haben“, resümiert Simann zufrieden die Studenten-WM. Bereits 1998 gab es für den Ratzeburger Ruderclub durch Nils Guhl eine Bronzemedaille im Achter im kroatischen Zagreb. Das Augenmerk der Ratzeburger sei jedoch fortan schon einmal auf die offiziellen Welttitelkämpfe in vier Wochen in Sevilla gelenkt. Dort vertreten nämlich die RRC-Aushängeschilder Marco Geisler, Marita Scholz, Jörg Lehnigk und Nils Budde (alle noch im Trainingslager) die schwarz-weiß-blauen RRC-Farben in den DRV-Doppelvierern der Männer, Frauen und Leichtgewichte.

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