36. Deutsch-Französischer Ruderaustausch

In alter Freundschaftstradition war jetzt jüngst eine 13köpfige Ruderdelegation aus dem französischen Cognac beim Ratzeburger Ruderclub zu Gast. Mit ihrem Betreuer Benoit Lamouche, der schon seit über 10 Jahren gemeinsam mit dem engagierten Stephan Semmler diesen schönen Jugendaustausch am Leben erhält, hatten die Jugendlichen im Alter von 14-18 Jahren aus dem Department Charente fünf Tage Zeit die deutsche „Ruder-Kultur“ bei ihren Gasteltern und auf diversen Unternehmungen kennenzulernen.
Dazu gehörten natürlich ein gemeinsames Rudertraining in gemischten Booten auf dem Küchensee. Das war auch nötig, denn der RRC legte seine interne Vereinsregatta extra auf diesen Termin, so dass die Gäste, die sonst auf der Atlantik-nahen Charente trainieren, auch ein wenig Wettkampfnervenkitzel als Tagesordnungspunkt auf dem Plan hatten. Im spannenden 500-Meter-Rennen um die Vereinsmeisterschaft vermochten sie jedoch nicht einzugreifen. Denn hier war es der „junge Wilde“ Martin Lange, der sich im Skiff gegen den „alten Hasen“ Kai von Warburg durchsetzen konnte. Zur Belohnung für die vielen anstrengenden Ruderrennen veranstaltete der RRC noch sein großes Sommerfest mit Buffet, Tanz und Cocktails im Vereinshaus, zu dem über 100 Mitglieder den Weg in die Kastanienallee fanden. Natürlich durften auch typisch französische Crepes an dieser Stelle nicht fehlen.
Nachdem die französische Jugendgruppe dann mit Stadtbesuchen in Travemünde, Lübeck, dem Hansapark Sierksdorf, sowie Radtouren durch die Lauenburgische Seenplatte und Ruderwanderfahrten um die Inselstadt plus Stadtrundgang planmäßig ermüdet wieder auf die Heimreise geschickt wurde, fiel es doch einigen schwer von den neugewonnenen Freunden Abschied zu nehmen. Doch im nächsten Jahr zum 37. Austausch dieser Art wird Stephan Semmler wieder mit einer Ratzeburger Gruppe in das Zentrum der französischen Weinbrandherstellung reisen, das mit knapp 20.000 Einwohnern nur wenig größer als die Ruderstadt Ratzeburg ist. „Summa summarum sind diese 5 Tage zwar immer ein wenig kraftfordernd, aber am Ende lohnt es sich doch ungemein diese beiden Jugendgruppen zusammenzubringen und zu beobachten wie internationale Freundschaften entstehen, die oft über Jahre hinweg Bestand haben“, ist Cheforganisator Stephan Semmler geschafft, aber hochzufrieden.

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