Deutsche Sprintmeisterschaften 2003 in Eschwege

Glorreicher Doppelsieg für den Ratzeburger Ruderclub bei den Deutschen Sprintmeisterschaften im hessischen Eschwege. Die erfolgreichen RRC-Amazonen Meike Evers und Marita Scholz können nun ebenso stolz wie goldbehangen in den langen Winter gehen.
Sydney-Olympiasiegerin Evers ist nach langjähriger Ausbildungspause zur Polizeikommissarin z.A. wieder ins „Big Business“ des Rudersports eingestiegen und versucht sich seit mit ihrer konstant erfolgreichen Trainingspartnerin Marita Scholz unter Bundestrainer Hans-Peter Schmidt auf den Ratzeburger Seen wieder fit für den Wettkampfsport zu machen. In der berühmten Ruderakademie am Ratzeburger See hat die 26jährige Diplom-Verwaltungswirtin nun einen idealen Trainingsstandort gefunden, mit Hans-Peter Schmidt einen Trainer, der sie schon seit Juniorzeiten kennt und betreut und mit Marita Scholz als Weltmeisterin und diesjährige Bronzegewinnerin der Welttitelkämpfe in Mailand, eine Spitzenathletin auf Weltniveau, die sie wieder ins Fahrwasser der Elite ziehen und motivieren kann.
Und mit dem Sieg im Frauen-Skiff über die 500-Meter-Sprintdistanz zeigte Evers eindrucksvoll auf, dass sie einfach die Anlagen für diese hochintensive Kurzzeitbelastung hat und nach etlichen Trainingskilometern im Boot auch schon die ersten Sprints wieder gewinnen kann. Ihre ärgste Widersacherin aus Celle hatte Evers fulminant auf eine gute Bootslänge Distanz abgeschüttelt und diese dann bis ins Ziel bequem kontrolliert. Auch im Doppelzweier preschte der Bugball des RRC-Bootes am Schnellsten von der Startanlage und triumphierte doch recht souverän vor den ebenfalls international schon erfolgreichen Leichtgewichten Janet Radünzel und Gunda Reimers. Die Rendsburgerin Radünzel hat sich ebenfalls der hochwertigen Trainingsgruppe unter Hans-Peter Schmidt in Ratzeburg angeschlossen und versucht von dem Konkurrenzverhalten zu profitieren, indem sich alle Athleten gegenseitig beim Training „pushen“ können. Für eine Silbermedaille im Sprint hat es immerhin gereicht und auch zu der Erkenntnis, dass es schon sehr schwierig ist, die „dicken“ Schwergewichte in der offenen Klasse auf den schnellkraftbetonten Kurzstrecken zu schlagen. Auf der eigentlichen olympischen Zieldistanz über 2000m, also dem Vierfachen der Sprintbelastung, wendet sich dann heutzutage ab und an schon einmal das Blatt, wenn es an die Kraftausdauer geht. Nach etwa 220 Rennschlägen sind die „Leichten“ schon manchmal so schnell, wie die Athleten ohne Gewichtsbeschränkung.
Nach dem Wettkampf freuten sich beide RRC-Starterinnen unisono mit dem Fazit: „ Wir freuen uns unheimlich ,dass das so gut funktioniert hat und wir sind glücklich, dass wir dem RRC gleich zwei Deutsche Meistertitel aus Eschwege mitbringen konnten. Jetzt trainieren wir wieder beide unseren Einer, damit wir fit für die Kaderlangstrecke im November sind“.

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