München FISA-World Cup 2003

Die beiden internationalen Aushängeschilder des Ratzeburger Ruderclubs Marco Geisler und Jörg Lehnigk sind jetzt erneut im Auftrage des Vereins aktiv gewesen und haben die Inselstadt in der bayrischen Landesmetropole hervorragend präsentiert.
Auf der Münchener Olympiastrecke von 1972 in Oberschleißheim reichte es für den Männer-Doppelvierer mit RRC-Weltmeister Geisler im Mittelschiff für einen ordentlichen dritten Platz im Großen Finale hinter den siegreichen Polen und Tschechien. Das polnische Quartett hatte dem DRV-Boot bereits auf dem Essener Baldeneysee den Schneid abgekauft und behielt auch in München erneut das siegreiche Oberwasser. Bleibt zu hoffen, dass Bundestrainer Lothar Trawiel die Trainingspläne so strukturiert hat, dass das Leistungsmaximum der Ruderrecken um Marco Geisler auf das letzte Augustwochenende bei den Finals der Ruderweltmeisterschaften in Mailand fällt und die zur Zeit konstant starken Polen mit ihrer Frühform sich nicht mehr weiter steigern können. Denn andernfalls würde es sehr schwer werden für das DRV-Quartett ihren Weltmeistertitel zu verteidigen.
Ohne die wegen Krankheit ausgefallene Ratzeburger Weltmeisterin Marita Scholz hatte der sonst so siegesgewohnte Frauenvierer von Bundestrainerin Jutta Lau äußerst schlechte Karten auf der Hand. Nach 2000 Metern blieb nur der ungewohnte zweite Rang hinter den Amerikanerinnen. Ursache war eine schwache Startphase auf den ersten 500 Metern, in der die Deutschen Damen eine komplette Bootslänge verloren, die sie bis zum Ende nicht mehr ganz aufzuholen vermochten. Dieser Rennverlauf sollte sich in drei Wochen beim World-Cup-Finale auf dem Luzerner Rotsee wieder ändern, wenn Marita Scholz, hoffentlich genesen, in das DRV-Großboot zurückkehrt. Last but not least war da ja noch Leichtgewicht Jörg Lehnigk als heißes Eisen im für den RRC im Feuer. Und auf dem Bugplatz des 70kg-Nationalvierers fackelte der Lehramtsstudent auch gar nicht lange, sondern dominierte mit seinem Team das Finale mehr als souverän vor den Crews aus den Niederlanden, der Schweiz, Argentinien und Spanien. „Wir sind total glücklich, dass es hier so prima für uns gelaufen ist und wir eine scheinbar starke Mannschaft dieses Jahr zusammen haben. Wie gut wir wirklich sind, zeigt sich dann zwar erst in Luzern, wenn die amtierenden Weltmeister aus Italien mit ins Geschehen eingreifen, aber lange Rede kurzer Sinn: Eine WM-Medaille Ende August in Mailand ist mittlerweile nicht mehr nur ein Traum, sondern unser Ziel“, erzählt ein zufriedener Jörg Lehnigk den LN.

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