23 neue Fachübungsleiter C inkl. Erlebnisbericht

Der Deutsche Ruderverband veranstaltet alljährlich in Ratzeburg einen Ausbildungslehrgang zum Fachübungsleiter C. Zu diesem Lehrgang über zwei Wochen und 120 Unterrichtseinheiten haben sich 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Ruderakademie zusammen gefunden. Diese kamen aus Ingelheim, Berlin, Norden, Hannover, Bremen, Wetzlar, Bamberg, Tübingen, Würzburg und Oldenburg sowie Schleswig-Holstein.

Immerhin sechs Ruderinnen und Ruderer kamen aus Schleswig-Holstein, Kerstin Ohm (GRV Eutin), Nadine Brammer und Achim Czesnat (Rendsburger RV), Björn Krause und Birger Hamann (Friedrichstädter RG) sowie Nils Budde (Ratzeburger RC), und haben erfolgreich teilgenommen. Weitere Schleswig-Holsteiner, Hauke Hinz, Lars Koltermann, Reinhart Grahn, Lingolf von Lingelsheim und Andreas König, begleiteten sie als Referenten und Lehrgangsleitung.

Trotz der vielen Themen wie biologische und physiologische Grundlagen des sportlichen Trainings, Grundlagen der Wettkampfregeln, Ruderbewegung und Rudertechnik sowie Kommunikation, blieb auch Zeit, gemeinsam auf dem Ratzeburger See zu rudern oder um den Küchensee zu laufen. Es entwickelte sich eine angenehme Gruppe. Interessant waren auch die Schilderungen der teilnehmenden Spitzensportler Jan Westphalen und Nils Budde. Abgerundet wurde diese Qualifizierung durch das schöne Umfeld der Ruderakademie und dem guten Essen.

Hier nun der Bericht eines Teilnehmers:

Fachübungsleiterlehrgang 2004 – Ein Erlebnisbericht

Auch in diesem Jahr fand in der Ruderakademie Ratzeburg wieder ein zweiwöchiger Kompaktlehrgang zum Erwerb der Fachübungsleiter C-Lizenz statt. 23 Teilnehmer reisten dazu frohen Mutes und voller Erwartungen am Nachmittag des 9. Oktober per Zug und Auto aus allen Teilen der Republik an.

Am Beginn des Lehrgangs muss wohl eine Art Einleitung in das, was da auf uns zukommen würde, gestanden haben, doch können hier nicht mehr als wage Angaben zu diesem Teil gemacht werden, kamen die üblichen Verdächtigen (aus unserer Hauptstadt) doch leider mal wieder viel zu spät. Dennoch freundlich empfangen von unserem Lehrgangsleiter Andreas mischten wir uns unters Volk. Nachdem wir uns in Interviews und kleineren Vorstellungsrunden etwas kennen gelernt hatten, läutete es auch bald zum Abendessen. Noch am ersten Abend entzückte uns Lehrgangsleiterin Gabi mit „kleinen Spielen“ in der Halle, wobei sich die Teilnehmer auch gleich körperlich etwas näher kamen.

In den nächsten Tagen nutzen wir zwischen den Unterrichtseinheiten öfter mal das gute Wetter, um uns an dem bestechend gelben Bootspark der Akademie zu ergötzen. Höhepunkt dieser praktischen Einheiten auf dem Wasser war sicherlich unser gemeinsamer „Ausflug“ im Achter kurz vor Ende des Lehrgangs.

In den folgenden Unterrichtseinheiten wurden wir dann mit dem nötigen Rüstzeug eines Fachübungsleiters ausgestattet. Angefangen beim Aufbau der Muskulatur über die Organisation einer Wanderfahrt bis hin zur detaillierten Technikanalyse vermittelten uns die Dozenten des DRV die Grundlagen einer soliden Trainerarbeit. In hitzigen Diskussionen über so fundamentale Fragen wie „Holz- oder Kohlefaserskulls“ oder auch „Renn- versus Gig-Boot“ tauschten wir sachliche Argumente und leider auch manch überflüssigen Kommentar.

Abseits des Unterrichts fanden sich die Teilnehmer regelmäßig in kleineren Gruppen zusammen, um sich entweder im Kraftraum, auf dem Ergo oder in der Halle sportlich zu betätigen, den „Krombacher-Schalter“ am Getränkeautomaten zu malträtieren oder einfach nur Erfahrungen und Erlebnisse aus der Arbeit im Verein auszutauschen.

Zum Bergfest versammelten wir uns in größerer Runde im „Lavastein“, dem scheinbar einzigen etwas größeren Lokal in der Ratzeburger Innenstadt. Anschließend ließen wir den Abend im örtlichen Kino ausklingen. Hier sei auch unser letzter gemeinsamer Abend erwähnt, welchen wir in Ermangelung von Alternativen wieder im Lavastein verbrachten, jedoch nicht ohne uns vorher noch ein letztes mal „körperlich verausgabt“ zu haben. Unser allseits beliebter Referendar Jens hatte zu diesem Anlass den Vorschlag unterbreitet, im Fitnessstudio unter seiner fachmännischen Anleitung „Spinning“ zu betreiben. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an unseren „Instructor“ für diese einmalige Erfahrung.

Den offiziellen Abschluss des Lehrgangs bildete die „feierliche Übergabe“ der Lizenzen beim Mittagessen. Abschließend lässt sich sagen, dass wir alle viel aus diesem Lehrgang mitgenommen haben – sowohl für die praktische Arbeit als Trainer als auch für unseren persönlichen Umgang mit anderen. Danke an alle Teilnehmer, Dozenten und unsere Lehrgangsleiter Gabi und Andreas für zwei unvergessliche Wochen in Ratzeburg.

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