Der Silberne Riemen von Berlin

Nach langen Monaten des Wartens hat es endlich wieder einmal geklappt und ein Ratzeburger Ruderachter hat wieder an einem internationalen Wettkampf teilgenommen. Die neun „Bullen vom Küchensee“ haben in Phasen des Generationswechsels lange gebraucht sich zusammenzufinden. Doch jetzt steht das Schiff, es wurde lange trainiert und auch teilgenommen am „Silbernern Riemen von Berlin“.
Dies war eine ganz besondere und neue Herausforderung für alle RRCler, denn an nur einem Renntag musste zunächst eine 6,5-km-Langstrecke und mehrere Sprintrennen bewältigt werden. Das international erfahrene Schlaghaus mit Jörg Lehnigk und Nils Budde hatte hinter sich noch Hans und Hauke Klemp, Martin Lange, Hannes Heppner, Fabian Haberfelder und Harald Schröder auf den Rollsitzen postiert und schlug sich inmitten des 20-Boote-Feldes in der Hauptstadt hervorragend. In dem Rennen über die wunderschönen Wasserstraßen Berlins belegte der Ratzeburger Achter einen guten achten Rang auf der Langstrecke. Das war jedoch taktisch so geplant, denn volle Konzentration lag auf der Sprintwertung nach ca. 4 km. Alle Boote mussten im Teltow-Kanal aus dem normalen Renntempo heraus 200 Meter so schnell wie möglich rudern, um sich für den Preissprint am Nachmittag zu qualifizieren. Und dort lagen die Stärken des RRC-Achters, denn trotz der vier Renn-Kilometer in den Beinen, belegten die Ratzeburger im weißen Janouszek-Achter „Dr. Alfred Block“ einen starken Platz hinter dem Seeclub Zürich und gehörten damit zum Aufgebot für die 250-Meter-Rennen am Nachmittag im Britzer Hafen.
Hier gab es nach zwei Stunden Pause dann einen neuen Renn-Modus. Jeweils drei Boote sprinten die 250 Meter vor den zahlreichen Zuschauern direkt gegeneinander, der erste bekommt später an Land den Preis und ist zusammen mit dem Zweitplazierten für das nächste Rennen qualifiziert. Der Drittplatzierte ist ausgeschieden und wird von einem Neuling ersetzt. Hierbei spielten die Inselstädter dann erneut ihre Sprintstärke aus und zeigten in ihrem ersten Rennen, indem sie als Dritter hinzukamen dem Achter vom Seeclub Zürich und dem Lokalmatadoren des RC Tegel Berlin nur das kabbelige Ratzeburger Heckwasser und gewannen ihr erstes Sprintrennen. Danach folgten bei schönem Herbstwetter noch drei Rennen, in denen die Ratzeburger jeweils zweiter hinter dem starken Traditionsclub Berliner RC wurden. Doch dann ließen die Kräfte schließlich nach und die gut aufgelegte RRC-Mannschaft unter Trainer Kai von Warburg schied leider aus und durfte immerhin einen Sachpreis und eine tolle Erfahrung aus der Hauptstadt mitnehmen. „Das war hier mal ein ganz neues Rennkonzept für Achtermannschaften und eine tolle Alternative zum 2000-Meter-Rudern der Saison. Wir werde sicherlich wiederkommen, denn der unser Achter ist jetzt eingefahren und dies wird bestimmt nicht der letzte Auftritt gewesen sein“, kommentiert Schlagmann Jörg Lehnigk das Rennen.

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