Jugendaustausch mit dem Ruderclub in Cognac 2004

Am 6. Juli 2004 begann der traditionelle Frankreichaustausch mit dem Ruderclub aus Cognac. Dieses mal waren wir an der Reihe in die kleine Stadt an der Charente zu reisen. Für viele von uns war es das erste Mal.

Mit dem Nachtzug verließen wir das verregnete Deutschland und hofften auf strahlenden Sonnenschein, als wir aber am nächsten Tag in Paris aufwachten, erlebten wir eine böse Überraschung: Das Wetter war genau so wie in Ratzeburg. Einige Stunden später hatte die ewige Zugfahrt ein Ende. Am Ruderclub angekommen wurden wir gleich von unseren Gasteltern abgeholt.
In den folgenden Tagen haben wir gemeinsam mit den Franzosen viel erlebt und unternommen. Der erste große Ausflug war eine Fahrt mit dem Bus in Richtung Atlantik. An diesem sonnigen Tag besichtigten wir eine alte Reeperbahn, in der wir erfuhren, wie man früher kilometerlange Hanfseile hergestellt hat. Direkt daneben wird ein Schiff aus Napoleons Zeit nachgebaut, das wir auch besichtigt haben. Zur Abkühlung badeten wir noch im Atlantik.
Der nächste Höhepunkt unseres Frankreichaufenthalts war die Besichtigung der weltberühmten Hennessy-Fabrik. Bei einer Führung wurde uns gezeigt, wie der hochprozentige Brandwein hergestellt wird. In den großen Lagerhallen sahen wir zweihundert Jahre alten Cognac, welcher ein Vermögen wert ist. Anschließend kauften wir alle noch Cognac für unsere Eltern. Die meisten Abende verbrachten wir gemeinsam mit den Franzosen beim Clubhaus, verständigt haben wir uns zum größten Teil auf Englisch und Französisch. Es war immer eine gute Stimmung und alle hatten ihren Spaß, ob beim Kartenspielen oder beim gegenseitigen Reinwerfen.
Am letzten Tag vor der Abreise hatten die Franzosen eine Wanderfahrt geplant. Weil wir eine so große Gruppe waren, passten nicht alle in die Ruderboote, deswegen mussten immer ein Teil laufen oder Fahrrad fahren. Nach 13 Kilometern und zwei Schleusen legten wir an einer Wiese an, wo wir picknickten und badeten. An diesem Abend fand das abschließende Abendessen im Clubraum statt, wozu die Gasteltern und der Clubpräsident gekommen waren. Damit war unser Aufenthalt in Cognac zuende und am nächsten Morgen mussten wir die Heimreise antreten.
In Paris hatten wir noch einen halben Tag zeit um uns die Stadt und ein paar Sehenswürdigkeiten anzugucken. Als erstes fuhren wir mit der Métro zur Kathedrale ŽNotre DameŽ, nachdem wir uns diese wunderschöne Kirche angeguckt haben, ging es weiter zum Eiffel Turm. Wir sind nicht nach oben gefahren, weil wir noch nach Montmartre wollten und die Zeit dafür sonst nicht gereicht hätte. Im Künstlerviertel angekommen haben wir die Sacré-Coeur besichtigt und den tollen Blick über Paris genossen.
Am Abend ging es mit dem Nachtzug wieder in Richtung Hamburg. Am nächsten Morgen waren alle total müde, da wir nicht viel geschlafen haben. Der einzige Zwischenfall war, dass wir den Zug von Lübeck nach Ratzeburg verpasst haben. Das hat aber nichts an der Tatsache geändert, dass es eine sehr schöne und erlebnisreiche Fahrt war. Für diesen tollen Austausch bedanken wir uns im Name aller Teilnehmer bei Stephan Semmler.

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