Radrennen der Ruderer

Beim traditionellen Radrennen der Ruderer in der Wedemark bei Hannover, kamen am Wochenende wieder einmal 50 Mannschaften aus ganz Deutschland zum größten Vierer-Zeitfahren der Republik. Nach der aufreibenden Saison sind die Herbstmonate eine gute Gelegenheit für die Leistungssportler einmal Urlaub zu machen, bzw in anderen Sportarten ein wenig zu experimentieren, bevor wieder Kilometer im Ruderboot „gefressen“ werden müssen. So waren auch zwei Ratzeburger Ruderer vom Küchensee mit bei diesem berühmten Radrennen, das über 3x 17 Kilometer auf malerischen Landstraßen bei Hannover gestartet wird. Der 20jährige Martin Lange, sowie der 22jährige Fabian Haberfelder, beide RRC, hatten mit dem Hamburger Tobias Bruhn eine Radrenngemeinschaft gegründet und waren bei besten Radsportbedingungen bei sonnig-kühlem Wetter, sowie trockenem Landstraßenbelag, in der niedersächsischen Landeshauptstadt auf die Strecke gegangen. Inmitten der 50 Vierer-teams schlugen sie sich beachtlich. Einziger Nachteil für die Inselstädter war der fehlende vierte Mann. Denn die Zeit wird im Ziel beim dritten Mann genommen, so dass einer, der Mannschaft mit technischer oder konditioneller Panne aufgeben darf, beispielsweise durch einen geplatzten Reifen oder eine überschätzte Kondition. Die RRC-Crew musste also beten, dass Mensch und Material die knapp 90 Minuten Renndistanz heil und vor allem ohne Sturz überstehen. Das ist mit das größte Problem, denn beim Windschattenfahren, radeln die Hinterleute nur in ca. 5- 10 cm Abstand zum Vordermann, der direkt am Wind arbeitet, um Kraft zu sparen. Da kann es bei kleinsten Abstimmungsschwierigkeiten zum schweren Unfällen beim Tempo 40 km/h kommen, so dass höchste Konzentration gefordert ist. Martin Lange und Fabian Haberfelder lösten ihre Aufgabe jedoch hervorragend und belegten am Ende einen ordentlichen 35. Rang im Gesamtklassement und waren damit eine wertvolle sportliche Erfahrung reicher. „Das hat hier, gerade dem schönen Herbstwetter, unheimlich viel Spaß gemacht und für unseren ersten Start sind wir mit dem Ergebnis zufrieden und froh, dass wir durchgekommen sind“, erzählt der 20jährige Bronzemedaillen-Gewinner der Junioren-Weltmeisterschaften 2001 Martin Lange erschöpft im Ziel.

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