Ratzeburger Ruderer testen ihre Form auf der Elbe in Dresden

Lange Zeit zum Luftholen blieb den belastungserprobten Leistungsruderern vom Club an der Kastanienallee leider nicht. Das Training läuft nach der Jahrespause von gut drei bis vier Wochen seit Anfang Oktober auf vollen Touren und die Bundestrainer haben bereits wieder zur Leistungsabgabe gebeten. Nächste Woche geht es im Kleinboot, also entweder im Skull-Einer oder dem Riemen-Zweier-ohne-Steuermann über sechs Kilometer an und über die Belastungsgrenze. Und genau dafür wollten sich jetzt die vier Ratzeburger Skuller vom RRC auf der Elbe in Dresden die nötige Wettkampfhärte holen.

Im Männer-Doppelvierer hatten sich Schlagmann Jörg Lehnigk und Bugmann Nils Budde als Leichtgewichte zwei richtige große Partner ins Boot geholt. Die deutschen Sprintmeister von Münster, Hans und Hauke Klemp aus dem Ruderinternat in der Akademie am Dom, besetzten in dem von Bundestrainer Lothar Trawiel betreuten Boot das Mittelschiff, den sogenannten Maschinenraum. An Land bot die heterogene Crew ein für Laien beeindruckendes Bild. Der Taktgeber Lehnigk auf der Schlagposition, sowie der Bugmann Budde, der für das Steuern verantwortlich ist haben als Leichtgewichte eine Körperlänge von 1,80m und hatten die beiden über zwei Meter großen Schwergewichts-Zwillinge vom RRC zwischen sich sitzen.Vom Start am in der sächsischen 40.000-Einwohner-Kreisstadt Pirna am dortigen Ruderverein ging es für die Rennboote dann auf der Elbe über 15 km mit der Strömung durch das berühmte Weltkulturerbe Elbtal bis zum Ziel am Dresdner Ruderverein. Und das RRC-Quartett harmonierte trotz der unterschiedlichen Körperhebel hervorragend, verschmolz zu einer arbeitenden Einheit im Ruderboot und belegte nach 42 Rennminuten auf Deutschlands zweitgrößtem Fluss einen guten zweiten Platz. Geschlagen wurden sie nur von den Lokal-Matadoren des Dresdner Rudervereins, die nicht nur WM-erfahrene Athleten plus einen Olympioniken an Bord hatten, sondern auf ihrer Hausstrecke auch sicherlich den einen oder anderen Vorteil ausspielten. „ Die Steuerei auf so einem großen kurvenreichen Fluß mit stetem Schiffsverkehr ist schon ganz schön nervig gewesen. Wir sind mit einer Frequenz von etwa 31 Schlägen pro Minute auf die Strecke gegangen und haben dann leicht überzogen, so dass uns ab etwa Streckenhälfte ein wenig die Körner ausgegangen sind und wir so die Dresdner nicht halten konnten. Das große Ziel ist jedoch nächsten Sonntag der Test auf dem Dortmund-Ems-Kanal im Ruhrgebiet. Und sechs Kilometer sind wir auch jetzt in Dresden schon sehr gut gefahren“ gibt sich Student Nils Budde optimistisch gelassen vor dem großen Test auf der „Hausstrecke“ des Deutschland-Achters, bei der zum ersten Mal Junioren und Senioren-Altersklassen gemeinsam auf die Strecke geschickt werden.

Bilder folgen …..

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