Samstag frei, Sonntag dabei!

Wieder einmal fuhren eine Delegation und ihre Groupies nach Cannes. Die Bootsbesatzung war mit hoher Prominenz gesegnet und setzte sich zusammen aus zwei Ratzeburgern, zwei Marburgern und fünf Hannoveranern (Thomas, Christian, Renke, Pay, Thomas, Martin, Sebastian und Jan-Michael und Steuerbunny Leonie). Die Groupies kamen aus der ganzen Welt, sogar aus Amerika. Unter ihnen befanden sich auch zwei angehende Lehrerinnen. Diese fühlten sich wie auf einer pädagogischen Weiterbildungsfahrt.
Die Organisation lag bei Martin Lange und es verlief alles problemlos. Es wurde vereinbart, ein paar Tage vor Regattabeginn zur Akklimatisierung los zu fahren. Bekanntlich herrschen in Cannes tropische Temperaturen und auf Grund dessen wurde auf die Flüssigkeitsaufnahme auch sehr viel Wert gelegt. Im Reiseprogramm waren auch Ausflüge geplant. Die Truppe beschloss immer mehrheitlich (okay, sie versuchte es) und so ging es zum Klippenspringen und an einem sehr heißen Tag auch nach Monaco. Dort waren wir unter den Reichen und Schönen besonders gut aufgehoben. Traumhaft sahen an diesem Tag unsere Groupies aus, die sich passend gekleidet hatten. Auf Schumis Fersen ging es dann die Rennstrecke entlang, bis uns schlecht war. Pay hatte mit seinem Volvo eindeutig das bessere Set Up besaß! Die Regattavorbereitung war auch nicht zu verachten, denn es wurde morgens um acht Uhr trainiert. Unsere Zeltplatzfeger (Putzkolonne) machten derweil alles Blitz und Blank. O-Ton eines Besatzungsmitgliedes nach erblicken des nicht aufgeräumten Platzes: „So Didi, wir gehen jetzt ne halbe Stunde in Pool und du denkst noch mal drüber nach, was du falsch gemacht hast!“ Eine von den drei täglichen Fahrten zum größten Supermarkt der Welt (Geànt) fand im Anschluss ans Training statt! Das Tagesprogramm bestand sonst aus aktiver Regeneration im Pool/am Strand oder auf den gemütlichen Liegen auf unserem Platz. Abends wurde immer ein Programm vorgegeben, an das sich jeder halten musste. Wie zum Beispiel eine kleine (Ruderer) Fußballeuropameisterschaft. Deutschland trat als Sieger hervor, wobei nur nach deutschen Tugenden gespielt wurde (hinten dicht, vorne ein Tor schießen)! Weitere Strandspiele waren in den Reisekosten mit inbegriffen.
Sportlich ist Cannes eine der beliebtesten Sprintregatten in Europa. Das belegen Boote aus 8 Nationen mit insgesamt 27 Achter und 6 Frauen-Doppelvierern. Wir hatten gleich eine der schwersten Aufgaben im Vorlauf zu bewältigen. Das erste Rennen ist nur ein Zeitrennen, in dem es darum geht unter die ersten Sechzehn zu kommen. Diese Boote erhalten dann für das kommende Jahr einen Startplatz. Wir verfehlten dieses Ziel nur um wenige Zehntel und griffen nach unserem Rennen am Freitag erst wieder am Sonntag ins Geschehen ein. So blieb uns Zeit bei dem einen oder anderem Bierchen das Rennen zu analysieren und uns auf den nächsten Gegner einzuschwören. Am Finaltag waren dann ungefähr 3000 Zuschauer an der Regattastrecke und bejubelten jedes vorbeifahrende Boot. Am Ende erruderten wir einen guten 18. Platz, dennoch ist uns der Startplatz für das nächste Jahr gesichert.
Es wird schon an einer schlagkräftigen Crew für das nächste Jahr gearbeitet, denn nach Cannes ist vor Cannes.

Cannes 2005 cannes kommen!!!

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