TAIWAN-Regatta

Im Wintertraining, ein gutes halbes Jahr vor der nächsten Saison, nutzen die Aktiven im Rudersport die Zeit um auch ruderkulturell über den Tellerrand zu schauen. In der Saison ist ja jede Woche, nahezu jeder Tag minitös verplant, so dass der 24jährige Sportstudent Jörg Lehnigk aus Ratzeburg für seine Universität Hamburg im fernen Taiwan an den Start ging. Mit einem selektierten Männer-Achter der Hamburger Uni startete das RRC-Leichtgewicht als Schlagmann in I-Lan/Taiwan. Gegen renommierte Gegnerboote aus unter anderem Sydney, Cambridge, Tokyo und Princeton trieb der WM-Sechste der vergangenen Saison seinen Achter schon im Halbfinale zum Streckenrekord. Die bis dato stehenden 5:53min für 2000 Meter wurden mit leichter Strömung von Lehnigks Team schon um fünf Sekunden auf 5:48min gedrückt. Im Finale dann legten die Hamburger noch einmal nach und preschten mit unglaublicher hoher Schlagzahl dem Ziel entgegen und gewannen nicht nur überdeutlich vor der amerikanischen Elite-Uni Princeton, sondern drückten den eigenen Streckenrekord abermals um satte fünf Sekunden auf 5:43min. Bei der pompösen Siegerehrung gab es nicht nur einen großen Pokal, sondern auch noch 5000 € Preisgeld. „Es waren schon tolle Eindrücke und Erfahrungen ,die wir hier gesammelt haben in Taiwan. Nicht nur Pokal, Sieg, Streckenrekord und Preisgeld waren toll, sondern auch die fremde Kultur kennen zulernen und der gemeinsame Rudersport zwischen den vielen Nationen, die hier am Start waren“, schwärmt Schlagmann Jörg Lehnigk vom RRC nach dieser beeindruckenden Reise. So langsam kann er sich an den asiatischen Kontinent schon einmal gewöhnen, denn im nächsten Jahr finden die Weltmeisterschaften erstmalig in Japan statt und nach dem Sieg Lehnigks bei der nationalen Langstreckenausscheidung in Dortmund gehört der junge Skuller von der Bäk zumindest zum engeren Favoritenkreis.

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