WM-Finale der nicht-olympischen Weltmeisterschaften

Nachdem die Junioren-Mannschaften bereits gestern mit 2x Gold und 5x Bronze gut vorgelegt hatten, war heute der Finaltag für die nichtolympischen Bootsklassen bei den Weltmeisterschaften der Junioren und nicht-olympischen Bootsgattungen in Banyoles, Spanien. Bei sehr guten Wind- und Wasserverhältnissen, aber Temperaturen um die 40 C gingen die Rennen über die Strecke des katalanischen Sees, der bereits 1992 für die olympische Regattastrecke genutzt wurde.
Die Stars des Tages dabei waren die beiden Leichtgewichts-Einerfahrer mit Nina Gäßler und Peter Ording. Beide beenden ihre erfolgreiche Saison mit dem Weltmeister-Titel und melden damit ihre Ambitionen für die olympischen Bootsklassen nach Athen 2004 an. Die dritte Medaille für die DRV-Flotte erruderte sich der Leichtgewichts Männer-Doppelvierer. Der bittere vierte Platz war es für den Leichtgewicht Männer-Achter. Darüber hinaus erreichte der Leichtgewichts Zweier-ohne der Männer einen sechsten Finalplatz. Der Männer Vierer-mit konnte das B-Finale gewinnen und schließt diese WM mit Platz sieben in der Gesamtwertung ab. Die deutsche Mannschaft im gesteuerten Handicap-Vierer hatte sich erfolgreich einen Finalplatz errudert, mußte sich dort jedoch mit dem vierten Platz begnügen.
Von den acht (einschließlich Handicap) bei dieser WM gemeldeten nicht-olympischen Booten waren damit sechs Boote in den heutigen Finalrennen am Start. Im B-Finale zudem der Männer Vierer-mit Steuermann. Das B-Finale gesundheitsbedingt abmelden mußte der deutsche Frauen Vierer-ohne.

Die Rennen im Einzelnen:
WM-Finale nicht-olympische Bootsklassen – Sonntag, 1. August 2004
B-Finale

LM2- Leichtgewicht Männer Zweier-ohne
Aus einem hochkarätigen Feld von dreizehn Nationen konnten sich Joachim Drews (Hamburg) und Jörg Lehnigk (Ratzeburg) für dieses Finale qualifizieren. Im Finale: Deutschland, Italien, Kanada, Dänemark, Australien und Frankreich. Dort übernehmen von Beginn an die amtierenden Weltmeister aus Dänemark eine klare Führung und machen ihren Anspruch auf die Titelverteidigung deutlich. Auch die Italiener hatten ihre Leistungsstärke bereits mit dem Gewinn der Goldmedaille bei Weltcup in Luzern deutlich gemacht. Sie sind es dann auch, die den Dänen im Endspurt noch gefährlich Nahe, aber nicht an ihnen vorbei kommen. Für die beiden Deutschen von Trainer Marcus Schwarzrock bleibt nach einem erfolgreichen Gesamtturnier in diesem Finale nur der sechste Platz.
1 DEN 6:40.29
2 ITA 6:40.59
3 CAN 6:44.03
6 GER 6:49.34

LM4x Leichtgewichts Doppelvierer
Im Finale bei diesen Weltmeisterschaften: Spanien, Deutschland, Italien, Kanada, die USA und Niederlande.
Nils Budde (Ratzeburg), Matthias Schömann-Fink (Mainz), Nils Ipsen (Berlin) und Jens Wittwer (Leipzig) erwischen einen guten Start und führen bei 500m knapp vor Italien und den USA. Aber schon bei der 1000m Marke haben Deutschland und Italien die Plätze getauscht. Seit mehreren Jahren Weltmeister in dieser Bootsgattung und Luzern-Weltcup Sieger 2004 wird Italien seiner Favoritenrolle einmal mehr gerecht und führt das Feld die zweite Streckenhälfte an. Auch Kanada, als einer der schnellsten Qualifikanten für dieses Finale, bestätigt seine gute Form und zieht im letzten Viertel an den Deutschen vorbei, die bis dahin einen starken zweiten Platz halten. Auf den letzten Metern wird es auch nochmal für den amtierenden Weltmeister eng, der seinen Titel nur kapp vor den heranfliegenden Kanadiern verteidigen kann. Die hochverdiente Bronzemedaille für die Crew von Trainer Diethelm Maxrath in einem packenden Kampf um die Medaille .
1 ITA 5:58.38
2 CAN 5:58.57
3 GER 6:01.43

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