22. Internationaler Sprint-Cup in Cannes-Mandelieu

Die Männer des Ratzeburger Ruderclubs arbeiten weiterhin für den guten Namen der in Rudersportkreisen berühmten lauenburgischen Kleinstadt im Ausland. Einen soliden Erfolg erkämpften die „Bullen vom Küchensee“ jetzt beim anspruchsvollen Sprintcup im südfranzösischen Cannes-Mandelieu. Von über 30 Achter-Teams aus Westeuropa belegte der Ratzeburger Achter mit dem 8.Rang die beste Platzierung, die je ein Ratzeburger Achter in dieser starken Sprintkonkurrenz über 450m auf dem Canal de la Siagne erreicht hat.
Nach dem ersten limitierenden Zeitfahren am Freitag auf dem äußerst schmalen Kanal, der 200 Meter nach der Zieldurchfahrt in das nahe Mittelmeer mündet, hatte sich die RRC-Crew schon einmal für das Achtelfinale qualifiziert und über die Hälfte der anderen Teams distanziert. Da gerade einmal zwei Boote knapp nebeneinander auf die schmale Strecke passen, ist es einerseits für die lenkenden Steuerleute unglaublich schwer bei Bootsgeschwindigkeiten von fast 40 km/h nicht auf Land oder in die Riemen der anderen Mannschaft zu steuern, andererseits gibt es wohl kaum eine Ruderrennstrecke auf der Welt, wo die bis zu 1000 Zuschauer „zum Greifen nah“ neben den Rennen eine gänsehauterzeugende Lautstärke produzieren können.
Die RRC-Crew im eleganten weißen Achter „Dr.Alfred Block“ hatte für die wichtige Taktgeberposition des Schlagmanns den jungen Arne Lange auserkoren, der seine Sache hervorragend machte und gemäß den erfolgreichen Ruder-Genen der Familie Lange seinen Achter ganz schön auf Touren brachte. Bei warmen 30 Grad im Schatten trieb Lange Junior dann seine Crew mit Florian Mennigen, Andreas Brinck, Sebastian Dziuba, Martin Lange, Falko Panther, Fabian Haberfelder, Nils Budde und Steuerfrau Anika von Lingelsheim mit Schlagfrequenzen von 45 bis 48 Schlägen pro Minute über die Strecke. Rund 1:20 Minute dauert so ein Sprintrennen und bringt die Athleten bewegungsmotorisch an die maximale körperliche Belastungsgrenze. Am Ende verpassten die „Blau-Weißen“ vom Küchensee dann gegen ihren direkten Gegner aus Frankfurt, den späteren Sieger und amtierenden deutschen Sprintmeister, den Einzug in die Runde der letzten 4 Boote und unterlagen mit einer halben Bootslänge. „ Wir waren mit unserer Performance hier dennoch vollauf zufrieden. Diese Regatta ist mehr als nur ein Ruderwettkampf, denn bei dieser Atmosphäre vor 2500 Zuschauern nur im KO-System gegen einzelne Gegner anzutreten und hinterher am Cote D`Azur-Strand zu feiern ist wohl einmalig und ein unvergleichliches Ambiente. Zumal sich die Veranstalter mit einem Maximum an Fürsorge um die Athleten kümmern. Diese phantastische Mischung aus unvergleichlichem Urlaubsambiente und Wettkampfnervenkitzel ist der Grund warum die Organisatoren seit 20 Jahren mit immer steigenden Bewerberzahlen zu kämpfen haben“, schwärmte der Ratzeburger Achter unisono. Da darf die Sportstadt Ratzeburg wieder hoffen, dass sich ein schlagfertiger echter Ratzeburger Achter für den Herbst formiert und vielleicht auch auf den Deutschen Sprintmeisterschaften in Wolfsburg im Oktober um eine Medaille mitkämpft.

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