Portrait Vorstellung Martijn Oosterbaan

Dass der erfolgreiche Ratzeburger Nachwuchs nicht nur auf dem Element Wasser, sondern auch auf dem Festland munter unterwegs ist beweisen nicht nur starke Leistungen auf dem bodenständigen Ruder-Ergometer, sondern zudem der 17jährige Martijn Oosterbaan. Seit seinem zehnten Lebensjahr hat sich der junge Sportler dem Ratzeburger Kult-Sport Rudern verschrieben und selber einiges erreicht im Wettkampfsport. Durch seinen Vater Erwin, Physiotherapeut der deutschen Rudernationalmannschaft, sicherlich inspiriert und mit einer natürlichen Affinität dem naturverbundenen Wassersport nahe gekommen, hat der LG-Schüler nun mit jugendlichen 17 Lenzen auf die Trainerseite gewechselt. „Nachdem ich unter meiner ersten Trainerin Heike Lange mit dem Rudern begonnen hatte, habe ich in Friedrichstadt gleich bei meinem ersten Rennen den Einer gewonnen und bin so süchtig nach dem Rudersport geworden. Dazu kamen in den Folgejahren ein Sieg beim Bundeswettbewerb, der Deutschen Meisterschaft für Kinder, eine Silbermedaille im Zweier und Bronze letztes Jahr im Einer auf der DJM. Die Saison 2005 war dann echt mies und nach meinem nicht so erfolgreichen Rennen auf der DJM in Duisburg, habe ich mich entschlossen die aktive Sportlerzeit erstmal gegen einen unterstützende Trainerkarriere auszutauschen“, erzählt der drahtige junge Gymnasiast, der zur Zeit auch den Trainer-C-Schein macht. Drei bis viermal die Woche hilft der junge sportbegeisterte LG-Schüler nun Kinder-Coach Kati Krause bei der ehrenamtlichen Ausbildung der fortgeschrittenen RRC-Talente. Das packende Sportlervirus bekommt man jedoch nur äußerst schwierig aus jungen engagierten Menschen heraus. Wer einmal infiziert ist, macht immer weiter. „Ganz aufhören mit Sport wollte ich dann doch nicht und fahre jetzt viel Mountainbike und Rennrad. Dafür trainiere ich sogar im Trainingslager auf Lanzarote und bereite mich auf meinen zweiten Start bei den HEW-Cyclassics vor“, erzählt das vielseitige Talent begeistert. Ehrensache, dass sich die niederländischen Wurzeln, die bereits im Nachnamen zu erkennen sind, sich auch auf dem Rennrad ausleben lassen. Gestartet wird nämlich im typisch „oranjen“ Trikot des holländischen Team Rabobank, dass viele von der Tour de France kennen. Darin sehen viele Vereinskameraden überhaupt kein Problem, solange Martijn im wichtigen Fussballjahr 2006 für Deutschland jubelt. Und 2006 wird vielleicht auch das erste Jahr, wo der technikbegeisterte junge Mann mit den Leistungskursen Physik und Sport, Erfolge seiner eigenen Schützlinge feiern kann. „Vom Kinderrudern verstehe ich eine Menge, deswegen ist das auch genau der Bereich in dem ich helfen möchte. Es müssen ja nicht sofort Medaillen sein, mir ist wichtig, dass ich den Kindern die gleiche Freude am Rudern beibringen kann, die ich sieben Jahre lang als Aktiver im Boot empfunden habe. Dann wäre schon viel gewonnen“, gibt der Neu-Trainer seine Zielsetzung für den Winter optimistisch-bescheiden vor.

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