Vorbericht World-Cup München 2005

Die Ratzeburger Aushängeschilder haben gut und hart gearbeitet in den letzten beiden Wochen. Marco Geisler und Jörg Lehnigk waren mit dem Skullkader von Bundestrainer Lothar Trawiel extra ins Höhentrainingslager nach Österreich gefahren, um den sportlichen Ruderkörper auf die Extrembelastung beim World Cup in München am kommenden Wochenende vorzubereiten. Auf der Regattastrecke in Oberschleißheim, Austragungsort der Olympischen Regatta 1972, trifft sich die Weltelite zu einem letzten Test vor dem World Cup-Finale im Juli in Luzern(Schweiz).
Und gerade die Aushängeschilder vom Ratzeburger Ruderclub wollen sich in ihren Bootsklassen beweisen. Der 31jährige mehrfache Weltmeister Marco Geisler sitzt in einem neu formierten Vierergroßboot. Nach der Olympiaschmach von Athen, als die hoch-favorisierte Mannschaft ohne Medaille aus dem Finale ruderte, ist jetzt noch mal der Kampfgeist erwacht. „So kann ich nicht abtreten“, hatte der BGS-Beamte Geisler nach den Spielen gesagt und will nach seinem Weltmeistertitel 2003 in Mailand, dieses Jahr bei der WM in Gifu (Japan) noch einmal zuschlagen. Mit Rene Bertram (Magdeburg), Karsten Brodowski (Potsdam) und Marco Spielau (Halle) hat der erfolgreiche Ratzeburger Skuller aus der Möllner Strasse nun eine neue Mannschaft gefunden mit der sich der Ausnahmeathlet durchsetzen will und alle Fans dürfen gespannt sein, wie weit das Boot nach dem Trainingslager technisch zusammengewachsen ist und wie sehr es schon gegen die internationale Klasse bestehen kann. „Am wichtigsten ist immer das allerletzte Rennen in der Saison, nämlich das Finale. Nur wer da vorne ist, ist Weltmeister, da nützen auch alle guten Vorleistungen nichts. Das wird uns jedoch nicht davon abhalten mit der Mannschaft unseren Weg zu gehen und wir werden das internationale Leistungsvermögen in München ein erstes Mal antesten“ erklärt Bundestrainer Lothar Trawiel die Zielsetzung und Marschrichtung für den Skullkader.
Und auch das 25jährige Leichtgewicht Jörg Lehnigk will sich endlich im olympischen Doppelzweier national wie international durchsetzen. 70kg im Durchschnitt darf der Sportstudent mit seinem neuen Berliner Schlagmann Manuel Brehmer zwei Stunden vor den Rennen auf die Waage bringen und will sich dann gegen das hochklassige Feld in der bayrischen Landeshauptstadt behaupten. „Wir haben auf dem idyllischen Bergsee 2-3 mal pro tag gut trainiert, sind nebenher noch viel Wandern gegangen und sind zur Zeit ganz gut drauf. Deshalb sind wir natürlich selbst gespannt, wie viel unsere Leistung im Vergleich mit der Konkurrenz wert ist. Insbesondere mit den Italienern steht uns ein heißer Tanz bevor. Leider fehlt noch der Vergleich mit Ingo Euler, der in München im Einer startet. Denn ihn und seinen Partner, die wir sicherlich noch in Luzern als Gegner bekommen werden, dürfen wir auf keinen Fall unterschätzen“ berichtet ein hoch motivierter Jörg Lehnigk aus dem Trainingslager und vor den World Cup Rennen.

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