Langstrecke Dortmund

Zum letzten Mal in diesem Jahr baten die Bundestrainer des Deutschen Ruderverbandes ihre komplette Nationalmannschaft zur Leistungsüberprüfung aufs Wasser. In den Kleinbooten Einer(Skull) und Zweier-ohne (Riemen) mussten sich sämtliche Kadersportler aller Klassen sowie Aspiranten über sechs Kilometer auf dem Dortmund-Ems-Kanal gegen die nationale Elite und stürmische Winde beweisen. Auch einige Boote aus dem Lauenburgischen nahmen den Kampf gegen Uhr und widrigste böige Ruderbedingungen auf.

Überragend war hierbei wieder einmal die Leistung des 26jährigen Ratzeburgers Jörg Lehnigk, der die gesamte Konkurrrenz im Leichtgewichts-Einer mit über 30 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten deklassierte. ?Ich bin tatsächlich, unabhängig vom Ergebnis, sehr gut gerudert und habe meinen Rhythmus bei den starken Winden gut gefunden und vor allem nicht wieder verloren. Das war ausschlaggebend für den heutigen Sieg im Ruhrgebiet? erzählt ein glücklicher RRC-Skuller Lehnigk. Der junge Sportstudent war erst kürzlich mit dem A-Kader im ersten Trainingslager in Südfrankreich zum Rennradfahren und Rudern. ?Im Rahmen des ?Top Team Peking? beginnt jetzt schon die intensive Vorbereitung und ich werde sicherlich alles geben, um dabei zu sein? gibt sich Lehnigk, der schon 2000 in Sydney dabei war, optimistisch. Mit einer sehr ordentlichen Leistung machte auch B-Senior Arne Lange auf sich aufmerksam und positionierte sich auf einem starken 19 Platz im Gesamtklassement. Seine Trainingspartner Hannes Heppner (RRC, 39.Platz) und Christian Vennemann (Ruderinternat RZ, 45.Platz) haben dagegen noch gut vier Monate Zeit ihr hervorragendes physisches Potential im nächsten Frühjahr abzurufen.

Die Ratzeburger Erfolgsgaranten Marco Geisler und Nils Budde, sowie der Geesthachter Daniel Holert, mussten erkrankt passen und werden ruderisch erst in vier Monaten wieder bei der Leipziger Langstrecke zum Saisonauftakt in Erscheinung treten.

Neu im Deutschen Ruderzirkus präsentierte sich dagegen der Ratzeburger Florian Mennigen. Der 24jährige, der nach drei Jahren Psychologiestudium in Boston nun an der Ruhr Universität Bochum seinen Master anstrebt, trainiert seit einigen Wochen im Leistungszentrum Dortmund und präsentierte sich zum ersten Mal mit seinem Partner Raimund Hörmann aus Ulm. ?Insgesamt sind wir mit dem 21. Platz überhaupt nicht zufrieden, da wir im Training bessere Leistungen gezeigt haben. Dann haben wir unseren Zweier noch umbesetzt und ich bin seit 10 Tagen auf der Position des Schlagmannes. Das war grundsätzlich auch eine gute Entscheidung, aber am Renntag sind wir mit den Bedingungen überhaupt nicht zurecht gekommen, werden jedoch weiter versuchen den Anschluss an die Spitzenzweier zu halten? erzählt Mennigen ein wenig enttäuscht über seinen ersten offiziellen Auftritt im Männer-Riemenbereich.

Bei den Damen präsentierte sich aus dem Lauenburgischen Bereich einzig U23-Nationalruderin Melanie Hansen (Ruderinternat RZ) mit einem soliden 15. Platz im Feld der Spitzenskullerinnen.

Weitere Informationen unter www.Langstrecke-Dortmund.de

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