Lehnigk und Geisler überzeugen beim „Hollandbeker“ in Amsterdam

Nach zwei Wochen harter Ruderarbeit im Trainingslager Weißensee (Österreich) haben die beiden derzeitigen Topstars des Ratzeburger Ruderclubs, Jörg Lehnigk und Marco Geisler, ihren letzten Wettkampftest vor dem wichtigen Saisonfinale in Luzern (Schweiz,8./9.Juli) erfolgreich abgeschlossen und können mit einem guten Gefühl und breiter Brust zum Worldcup-Finale zum legendären Rotsee reisen.
Aber zunächst zu den Rennen in den Niederlanden. Für den mehrfachen Vierer-Weltmeister Marco Geisler waren die Rennen mehr eine einsame Fahrt gegen die Uhr. Trotz illustrer Konkurrenz war dem deutschen Parade-Vierer von Bundestrainer Lothar Trawiel kein anderes Quartett gewachsen, so dass der DRV-Doppelvierer schon ab dem ersten Streckenabschnitt, sprich auf den ersten 500 Metern, der internationalen Konkurrenz so weit enteilt war, dass sie ihr eigenes Rennen fuhren. Vielmehr war es wichtig für die neu gebildete Mannschaft nach zwei Wochen Trainingslager einmal unter Wettkampfbedingungen zu testen, ob die Harmonie schon mitrudert oder ob noch Ecken und Kanten abgeschliffen werden müssen. Denn der erfolgreiche Bronze-Zweier der WM 2005 aus Gifu mit Schlagmann Rene Burmeister (Rostock) und Christian Schreiber (Halle) bildet in dieser Reihenfolge auch das Schlaghaus des Vierers auf den Rollsitzen 3 und 4. Dahinter auf der Position 2 hat nun der 32jährige Bundespolizist Marco Geisler aus der Inselstadt Platz genommen und im Bug sitzt mit Falko Nolte (Potsdam) der Sieger der deutschen Einer-Rangliste. Die beiden Siege in Amsterdam waren in dieser Besetzung sicherlich obligat und zu erwarten, doch wie wertvoll die neue Kreation im Großboot Vierer wirklich ist, wird nichts deutlicher zeigen, als die Rennen auf dem „Göttersee“ am kommenden Wochenende in Luzern. Denn beim Worldcup-Finale sind die besten Teams der Welt vor Ort, um ihre aktuelle Form beim letzten Test vor der WM in Eton/England mit der Weltspitze zu vergleichen.
Auch für den 26jährigen Sportstudenten Jörg Lehnigk wird es auf dem Luzerner Rotsee wirklich ernst. In Amsterdam maß sich das Leichtgewicht mit seinem Schlagmann Manuel Brehmer (Berlin) noch im Doppelzweier der Schwergewichte und konnte in diesem Rennen auch die starken Belgier bezwingen, doch in der Schweiz wird das eingespielte Duo, dass im vergangenen Jahr bereits WM-Sechster in Japan wurde, auf ganz andere Kaliber treffen. „In Luzern werden wir auch wieder leicht fahren und hoffen, dass wir unseren Formaufbau bis zur WM genau richtig geplant haben. Denn nach dem sechsten Platz in der vergangenen Saison, wäre eine Medaille unser großes Ziel in der olympischen Bootsklasse des leichten Doppelzweiers“, unterstreicht RRC-Skuller Jörg Lehnigk nach dem Sieg in Holland seine Zielvorgabe für die Saison 2006.

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