Vorbericht Internationale Hügelregatta Essen

Am kommenden Wochenende greifen gleich mehrere Aktive aus dem Lauenburgischen im Ruhrgebiet nach den hoch hängenden Medaillen. Die Internationale Regatta auf dem naturbelassenen und windanfälligen Baldeneysee ist alle zwei Jahre, im Wechsel mit der Duisburger Wedau, der erste große Test für Deutschlands Ruderelite in den neu gebildeten Groß- und Mannschaftsbooten.

Die Ratzeburger Ruderfans dürfen also mächtig gespannt sein, ob die RRC-Leichtgewichte bei diesem Internationalen Auftritt über 2000 Meter überzeugen oder ihr Fett wegkriegen. Gewichtsprobleme hatten der schnellste Deutsche Skuller bis 72,5 kg, Jörg Lehnigk, und sein Trainingspartner Nils Budde bisher jedoch nicht. Der 27jährige Lehnigk kann sich als amtierender Deutscher Meister die Doppelzweierpartner aussuchen und testet an einem Tag mit seinem langjährigen WM-Partner Manuel Brehmer (28 Jahre, Berlin) und am Sonntag mit dem jungen Giessener Jonathan Koch (21 Jahre, Giessen). Damit der vermeintlich schnellste deutsche Zweier es auch nicht zu leicht hat, treten sie gleich gegen die Schwergewichte in der offenen Klasse an.

RRC-Kollege Nils hat indes in Ratzeburg schon mit Peter Krüger (Brandenburg) für den zweier trainiert und wird zudem im Leichtgewichtsdoppelvierer mit Krüger, Knud Lange (Bremerhaven) und Alexander Bernhardt (Hamburg) versuchen national zu dominieren.

Einen unglaublich großen Sprung nach vorne hat auch der 25jährige Florian Mennigen im Bundesleistungszentrum Dortmund gemacht. Der für den RRC startende Mustiner ist erst seit letztem Herbst im Stützpunkt des amtierenden Weltmeisterachters in der Trainingsgruppe von Dieter Grahn. Aber mit seinem neuen Hannoveraner Schlagmann Tobias Kühne (30) hat es der Psychologiestudent der Ruhruniversität Bochum auf den Deutschen Meisterschaften gleich auf Anhieb ins Finale geschafft. Nun soll in Essen der zweite große Schlag im „Pott“ erfolgen. Zum einen wollen Kühne und Mennigen mit den amtierenden Vierer-mit-Weltmeistern Nahruhn und Eichner (beide Halle/Saale) im ungesteuerten Vierer angreifen. Zum anderen treten sie mit vier weiteren starken Athleten gegen den berühmten „Deutschland-Achter“ an. „Physisch sind die beiden Mannschaften ähnlich stark und von den Zweierleistungen sind wir sogar manchmal im Vorteil, aber wie viel das gegen eine gut eingefahrene Weltmeistermannschaft hilft, werden wir wohl erst am in einem hoffentlich spannenden Rennen am Sonntag sehen“, gibt sich der 1,92m große Florian Mennigen ganz optimistisch.
Dazu hat der junge Mann vom Küchensee auch allen Grund. Denn rein physisch gehört Mennigen mit zu den drei stärksten Riemenrudern auf dem Hof von Trainer Grahn.

Ebenfalls im Riemengeschäft ist der Geesthachter Daniel Holert zuhause. Der 21jährige aus dem Südkreis will in seiner letzten U23-Saison noch einmal in Richtung Männer-Achter angreifen. „Im Kleinboot fahre ich derzeit mit Felix Feldhaus Riemenzweier. Wir beide wollen mit zwei Magdeburgern im U23-Vierer in Essen überzeugen und fahren zudem mit einem anderen schnellen Vierer von Bundestrainer Thomas Affeldt Achter im A-Rennen gegen den Deutschlandachter und das Boot mit Florian Mennigen. Könnte also ein echt spannender Sonntag werden“ beschreibt der Jurastudent die Situation vor dem ersten großen Bewährungstest.

Im B-Bereich starten zudem die RRC-Skuller Arne Lange und Hannes Heppner sowohl im Doppelzweier, als auch Doppelvierer mit dem Dortmunder Christopher Wennrich und dem Rostocker Stephan Krüger. Nach noch nicht überzeugenden Leistungen bei der Kleinbootüberprüfung kann das Nachwuchs-Duo nun die Chance nutzen und die Bundestrainer auf dem Baldeneysee in den Großbooten überzeugen.

Die Rennen von Essen werden auch von RuderRadio Deutschland (: live.rudern.de (mms://live.rudern.de/radio))
Übertragen werden, so dass alle Ruderfans auch im Internet live dabei sein können.

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