Beide Ruder-Crews für die 1. Bundesliga qualifiziert

Lübeck und Ratzeburg schaffen Sprung in neue Eliteklasse – Heute Startschuss zu ersten Liga-Rennen
MÜNSTER – Bei reichlich Sonnenschein starteten Deutschlands Klub-
achter vor 500 Zuschauern auf dem Münsteraner Aasee, um sich für die begehrte 1. Ruder-Bundesliga sowie die 2.Liga zu qualifizieren. Am Ende herrschte in den Booten der Lübecker Ruder-Gesellschaft (LRG)und des Ratzeburger Ruderclubs(RRC)ausgelassener Jubel. Geschafft! Beide Achter sind ab sofort erstklassig, gehen im Ruder-Oberhaus (RBL) an den Start. In drei spannenden Rennen wurden
die Teilnehmer ermittelt und dabei alles geboten, was das Ruderherz begehrt: Spektakuläre Kollisionen, weil Steuerleute bei Schlagzahl 48 die eine Tonne schweren Großboote nicht mehr halten konnten. Dazu Entscheidungen auf der 350-Meter-Kurzstrecke im Hundertstel-Sekunden-Bereich und große Emotionen: Riesenfreude bei den 16 neuen Erstligisten, Frust bei den elf Achtern, die zunächst nur zweitklassig sind. „Das war ein unglaublich spannender Auftakt bei glücklicherweise wunderschönen Witterungsbedingungen. Der Gegenwind am Morgen hat die Rennen zwar ein wenig zäher gemacht, doch die Mannschaften waren zufrieden, sie wissen jetzt wo sie stehen”, sagte RBL-Koordinator und RRC-Regattaleiter Nils Budde nach den Rennen.
RRC-Coach Harald Schröder war mit dem elften Rang seines Bootes hochzufrieden und gestand:„Wir sind unter den Top 15 gelandet, das
ist erst einmal alles was zählt. Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft.”
Für die Zukunft meinte er:„Vielleicht können wir uns von der Spritzigkeit und Bewegungsschnelligkeit noch weiter entwickeln, aber erst einmal sind wir voll im Soll.”
Große Steine fielen der Crew des Duisburger Rhein-Ruhr-Achters von
den Herzen. „Wir konnten uns überhaupt nicht richtig einschätzen und
haben bei der Vergabe unglaublich gezittert”, sagte Team-Mitglied Ulf Siemes. Gerade noch als 16. Boot rutschten die Duisburger in Liga eins. Weiter geht es heute um 13 Uhr mit den ersten Bundesliga-Rennen: Dann stehen die Halbfinals und Finals auf dem Plan. Am Ende muss sich zeigen, ob der Deutsche Sprintmeister Crefelder RC als Tagesschnellster auch im Liga-Modus bestehen kann.

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